Wetter und Klima - Dieter Neu

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Wetter und Klima

Seit einigen Jahren beschäftigt mich das Wetter und der sich ständig beschleunigende Klimawandel intensiv.

Als passionierten Hobbygärtner und Feinschmecker, der sich gerne mit völlig unbelastetetem Grünzeug aus streng biologischem Anbau am liebsten selber versorgt,  dafür keine Mühen scheut, ist das Wetter in Zeiten wie diesen eine echte Herausforderung. Allerdings gedeihen im Gemüsegarten heute Gemüsearten, die in meiner Kindheit in unseren Breiten noch völlig unbekannt waren und das doch rauhere Klima damals kaum überlebt hätten. Und für die Evaluierung, WAS zu welchr Zeit möglich ist, brachte mich auf eine Idee.

Vor einigen Jahren begann ich daher mit einer eigenen, damals noch sehr einfachen, privaten aber recht zuverlässigen Wetterstation den Dingen auf den Grund zu gehen. Mittlerweile ist auch aus diesem Hobby eine Passion geworden, die täglich penibel geführten Aufzeichnungen habe ich im Laufe der Jahre immer mehr vervollständigt, vefeinert und als EDV - Freak auch automatisiert. Dem nicht genug, ich betreibe parallel 2 solcher Stationen, die im 7 Sekunden- bis Minutentakt die Werte an Weather Underground und ECOWITT via Internet senden. Dort werden die Daten aufgezeichnet, visualisiert und in verschiedenen wählbaren Zeitreihen völlig automatisch abgebildet und gespeichert. Mit den ersten beiden Station musste ich die Auswertungen noch mit dem PC selber auswerten, das ist heute nicht mehr notwendig. Via Internet kann man von überall auf der Welt auf den Datenbestand zugreifen. 2 Stationen betreibe ich deswegen, weil man damit den "Wärmeinseleffekt" bestens erkennen kann. Die Temperaturen am Rand der Südterrasse mit Granitboden heizen sich bei Sonneneinstrahlung entsprechend auf und daher zeigt diese Wetterstation auch entsprechend höhere Temperaturen gegenüber der anderen. Die Werte weichen bei Sonnenschein im Schnitt bis zu 3 Grad ab.
Ich bin daher in der Lage den Klimawandel und den Wärmeinseleffekt recht gut zu dokumentieren. Den daraus resultierenden Statistiken widme ich mit Ende 2022 eine eigene Seite, die sicher aussagekräftig wird.

Im Gegensatz zur ZAMG verwende ich dafür nur die Referenzwerte der jeweils letzten 30 Jahre aus dem Datenbestand von FORECA, vergleiche aber auch mit dem sehr umfangreichen und vorbildlichen Material der ZAMG, welches auch für meinen Heimatort keine Wünsche übrig lässt. Ist auch kein Wunder, Kremsmünster ist die älteste, meteorologische Station in Österreich und wurde erstmals in der Sternwarte des Benediktinerstiftes am 28.12.1762 in Betrieb genommen.

Ich zitiere aus einem Bericht der ZAMG vom 27.12.2012:

"250 Jahre Wetterbeobachtung an der Sternwarte Kremsmünster
                                                                                       
Beeindruckendes Jubiläum am 28. Dezember 2012: Vor 250  Jahren wurde die erste Eintragung ins Klimatagebuch im Stift  Kremsmünster gemacht. So entstand eine der längsten ununterbrochenen  Messreihen der Welt. Die Daten reichen bis in die sogenannte Kleine  Eiszeit zurück und sind unter anderem für die Klimaforschung von  unschätzbarem Wert.
"28. December 1762, frigus maximus, Barometer 27° 2´ “: Das ist die  erste Eintragung im Klimatagebuch der Sternwarte Kremsmünster. Mit  diesem  Luftdruckwert und dem Hinweis auf große Kälte begann im  „Mathematischen Turm“ des Benediktinerstiftes vor 250 Jahren eine der  längsten ununterbrochenen meteorologischen Messreihen der Welt.
Bei einem Meteorologen, der täglich mit Tausenden von Zahlen auf dem  Bildschirm konfrontiert ist, stellt sich beim Betrachten dieser  handschriftlichen Aufzeichnungen aus dem Jahr 1762 ein fast schon  ehrfürchtiges Gefühl ein“, sagt Alexander Ohms von der  Kundenservicestelle für Oberösterreich und Salzburg der Zentralanstalt  für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Wer sich dafür ineressiert, wie sich das aktuelle Wetter gerade auf meiner südseitig gelegenen Terrasse im OG 3 Meter über dem Boden und damit unweit von Kremsmünster gestaltet, kann hier nachsehen, unter Umständen am "Zahnrad" (rechts oben) metrische Darstellung (C) wählen!:



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